GRUND / TON

AM ANFANG

Jacquardgewebe: Alpakawolle, Baumwolle und Viskoseseide, 117cm x 263cm (Mensa), 120cm x 60cm (Kanzel), 2017, Augustinerkirche Erfurt

Das rote Parament symbolisiert (u.a) das Bekenntnis, das jeder einzelne durch gemeinsame Worte und Gesang äußert. Unser Ziel war es daher ein textiles Bild zu entwickeln, das die Kraft des gesprochenen Wortes sichtbar werden lässt. Die bildnerische Umsetzung basiert auf einer Kymatik, einer Klanggrafik,­ die­ die­ Schwing­ungen­ von­ anfänglichen­ Tönen­ des­ Sprechaktes­ visualisiert.­ Diese­­ Grafik ­wurde­ malerisch­ interpretiert­ und­ so lang weiter ausgeformt bis eine ganz eigene Bildsprache entstanden ist.


ZWEIKLANG

Jacquardgewebe: Schappeseide, Mohair und Bananenseide, 117cm x 243cm (Mensa), 117cm x 60cm (Kanzel), 2018, Augustinerkirche Erfurt

Das weiße Parament wird zu den Christusfesten, insbesondere zu Weihnachten und zu Ostern, aufgehängt. Ein altes Christussymbol ist die „Visica piscis“, die Fischblase. Die Fischblase ist eine geometrische Schnittfigur zweier gleich großer Kreise, wobei der Mittelpunkt des einen Kreises jeweils auf der Peripherie des anderen liegt. Der Entwurf für das weiße Parament ,Zweiklang‘ basiert auf deren zeichnerischen Konstruktion: Die geschlossenen Kreise duplizieren, verbinden und trennen sich, bleiben stetig in Verbindung und strahlen aus.

Die Arbeiten entstanden in gemeinsamer Autorenschaft mit Inka Schottdorf, in Kooperation mit Katharina Stark und Isabell Schneider, den Textilen Werkstätten der Burg Giebichenstein Kunsthochschule und dem Sepia-Institut für Textile Künste.


Fotos: Sebastian Weise, Halle (Saale)