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about all dimensions

,about all dimensions‚, terrarium, LP, automated music: 4:44 min, grand piano: Nadine Klusacsek, 2022-23, photos: Jakub Šimčik

,about all dimensions‘ is a series of works, in which Wenzel deals with the demolition of the first prefabricated building in Halle-Silberhöhe in 2001. The ambiguous symbolism of failure, which manifests itself in the history of the building, illustrates the unresolved structural break of the post-reunification period and shows how the economic rationalization of the 80s, 90s and 2000s has inscribed itself in the satellite towns of the GDR, their architecture and their inhabitants.

With the musical translation of all the measurements found in the archived floor plans, Wenzel attempts to trace the echo that the apartment block has left behind in the city and the collective memory. The notation was played on the grand piano by Nadine Klusacsek, technically compressed, and recorded onto vinyl.

The project was funded by the Art Foundation of the State of Saxony-Anhalt and the Kloster Bergesche Foundation.

,über alle maße‘, Terrarium, Schallplatte, automatisierte  Musik:  4:44  min, am Flügel: Nadine Klusacsek, 2022-23, Fotos: Jakub Šimčik

‚über alle maße‘ ist eine Werkgruppe, in der sich Wenzel mit dem Abriss des ersten Plattenbaus 2001 in Halle-Silberhöhe beschäftigt. Die mehrdeutige Symbolik des Scheiterns, die sich in der Geschichte des Gebäudes manifestiert, veranschaulicht den unbewältigten Strukturbruch der Nachwendezeit und zeigt, wie sich die ökonomische Rationalisierung der 80er, 90er und 2000er Jahre in die Trabantenstädte der DDR, ihre Architektur und ihre Bewohner:innen eingeschrieben hat.

Anhand eines automatisierten, digitalen Notensatzprogramms wurden alle im Grundriss- und Aufbauplan erfassten Maße des abgerissenen Wohnblocks in Töne übersetzt. Die Notation wurde anschließend von Nadine Klusacsek auf dem Flügel eingespielt, technisch verdichtet und auf Schallplatte gepresst. Mit der musikalischen Übersetzung versucht die Soundskulptur den Nachhall aufzuspüren, den der Wohnblock in der Stadt und im kollektiven Gedächtnis hinterlassen hat.

Das Projekt wurde von der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt und der Kloster Bergesche Stiftung gefördert.